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Freitag, 9. November 2012

Estrich fertig

Gestern und Heute wurde endlich der Estrich von der Firma Estrichbau Schlotheim "eingebaut" :-) Der Chef war sehr geduldig und hat mir alles erklärt - allerdings kann man die Arbeit bisher noch nicht beurteilen, denn leider dürfen wir das Haus bis nächsten Mittwoch (5 Tage Trockenzeit) nicht betreten :-(
Wir haben einen Zementestrich genommen, der erdfeucht (Matschpampe) eingebracht und gerade abgezogen wird. Der Nachteil bei dieser Art von Estrich ist, dass er mehr Dehnungsfugen benötigt als Anhydritestrich und auch stärker aufgebracht werden muss, um stabil zu sein. Seine Belastbarkeit ist dann aber deutlich höher. Zementestrich "arbeitet" noch ein paar Jahre nach dem Einbau. Zuerst treten Schwindrisse während des Trocknungsvorgangs auf. Wenn der Estrich dann nach 21 Tagen aufgeheizt wird, dehnt er sich maximal aus. Beim herunterheizen zieht er sich dann wieder zusammen. Die dann entstandenen Risse an den Sollbruchstellen (Kellenschnitt, der Estrich wird auf 1/3 eingeschnitten beim verlegen) werden nach der Trocknung verharzt. Neben diesen Sollbruchstellen muss aber je nach Größe der Estrichplatte/Raum eine Bewegungsfuge eingebaut werden, damit der Estrich sich ausdehnen und zusammen ziehen kann. Außerdem heben sich die Raumecken ein paar Millimeter während des ersten Jahres. Ein paar Jahre später senken sich die Ecken dann wieder ab. Das muss man wissen und damit leben können. Der Zementestrich bei uns war reine Handarbeit. Es wurde Sand und Zement angeliefert, die dann zusammen mit PP-Fasern (für die Stabilität) von der Maschine gemischt und in die Räume gepumpt wurde. Mehr Informationen über Estrich kann man hier finden.

Jedenfalls ist er jetzt endlich drin und nun ist ein wichtiger Meilenstein geschafft. Erst jetzt nehmen wir die Kündigung unserer Wohnung in Angriff, angesichts der 2,5 Monate Verzögerung beim Bau bisher eine gute Entscheidung ;-) Da bis zum Einbau der Heizungsanlage noch ein paar Wochen vergehen werden, werden wir den Estrich wahrscheinlich mit einem elketrischen Heizgerät aufheizen ("Notheizung").

In einer Woche soll dann der Trockenbau starten, also Dämmung und Verkleidung der Decke über OG und herstellen der Verkofferungen für Rohre. Außerdem bekommen wir dann die Wand im Schlafzimmer, die für den begehbaren Kleiderschrank vorgesehen ist. Hier werden wir ein Fenster in diese Wand einbauen lassen, damit der Kleiderschrank trotzdem hell wird.



Hier muss die Glätt-Maschine noch drüberfahren...

Das haben die lustigen Elektriker an die Wand gemalt. "Dirk R." ist der Vorarbeiter ;-)



Glätt-Maschine rechts im Bild


Dienstag, 6. November 2012

Fußbodenheizung verlegt

Letzte Woche/ diesen Montag wurde unsere Fußbodenheizung verlegt. Wir haben uns vor der Verlegung ein Gutachten von einem TGA Planer machen lassen. Dieser hat schon Monatge vor dem Einbau der Heizung die Heizlast berechnet. Wir haben ihn auch die Lüftungsanlage berechnen lassen. Dabei kam raus, dass unsere Baufirma und der Heizungsbauer eine Wärmepumpe mit 6kW Leistung einbauen wollten, wir aber eine Heizlast von 6,9kW haben. Das hätte zur Folge gehabt, dass der elektrische Heizstab wesentlich öfter hätte arbeiten müssen und somit die Unterlaltskosten der Heizung viel höher gewesen wären. Warm wäre es geworden - keine Frage. Aber auch teurer. Außerdem stehen in der Heizlastberechnung die Verlegeabstände der Fußbodenheizung in den einzelnen Räumen. Umso geringer der Abstand, desto besser. Doch Vorsicht: Rohrdurchmesser * 4 = minimaler Verlegeabstand. Denn umso größer die Heizungsfläche, desto leichter wird die vorgegebene Raumtemperatur erreicht.

Zum Glück konnten wir die falsche Heizungswahl wegen der Heizlastberechnung verhindern. Außerdem ist es praktisch, wenn man eine Lüftungsanlage plant, denn dann weiß man, wieviel m³/h die Anlage schaffen muss und in welchen Räumen die Ab- und Zuluft sitzen muss. So ein Gutachten lohnt sich also auf jeden Fall. Wir haben es vom Ingenieurbüro GESBB Dipl.-Ing. Axel Creifelds machen lassen uns sind damit sehr zufrieden. Bei so einem Gutachten legt man auch die Norminnentemperatur fest. Die ist nämlich laut DIN nur 21°C in Aufenthaltsräumen. Wenn man mehr will, muss man das bei der Heizlastberechnung berücksichtigen. Danach fragt der Gutachter aber vorher.

Im Bad, Gäste-WC, Sauna und Schlafzimmer haben wir 5cm Verlegeabstand genommen. Weniger geht praktisch nicht. Besonders in den Bädern ist wegen der Wanne, Dusche, Vorbauten wenig Heizfläche vorhanden und im Bad möchte man es ja meist etwas wärmer haben. Oftmals ist dann eine zusätzliche Wand-/ Deckenheizung nötig.

Aber nun ein paar Bilder von der verlegten Fußbodenheizung. Das hellblaue ist der Randdämmstreifen. Er darf in Estrichhöhe nicht an die Wände getackert werden, damit es keine Schallbrücken gibt. Der Estrich darf mit nichts Kontakt haben wie zB. Rohren, Wänden, usw. denn sonst entstehen auch dort Schallbrücken.

PS: Donnerstag + Freitag kommt der Estrich. Ich bin gespannt.
Schlafzimmer - 5cm Verlegeabstand

Dämmung noch ohne Rohre



Bad mit Whirlpool - Dusche bekommt einen Gefälleestrich später


Keller Sauna


Wohnzimmer mit Bautrockner




Dusche in der Keller Sauna