Letztes Wochenende haben wir ja ein bisschen rumgewerkelt und den Scheinwerfer angebracht sowie Büsche gepflanzt. Ich habe auch ein paar Fotos von der Fassade gemacht, die nun wirklich sehr schön aussieht.
Den Sockel wollen wir übrigens in grauem Buntsteinputz machen lassen. Von der Farbe wird dieser ähnlich zum jetzigen grau sein. Er wird ungefähr die Farbe unserer Haustür haben.
Die Ankerstellen, also die Löcher in der Fassade, wo das Gerüst angeschraubt ist, lassen wir mit Styropor in der Tiefe und Putz an der Oberfläche schließen. Dann sieht man diese Stellen später, wenn das Gerüst weg ist, fast gar nicht mehr. In viele Fassaden werden so Stöpsel in diese Löcher gestopft, die an der Oberfläche so eine halbrunde Form haben. Diese werden dann in der Fassadenfarbe überstrichen und sehen wie ich finde nicht so toll aus.
Diese Woche haben wir Abends damit begonnen, das Wirrwarr aus Netzwerkkabeln, Lautsprecherkabeln, Antennenkabeln, Telefonkabeln, usw. zu ordnen und in den 20U (Höheneinheiten) Netzwerkschrank zu führen. Dabei war die ca. 12cm x 8cm große Öffnung an der Oberseite des Schrankes keine große Hilfe, denn hierdurch passten nur 1/4 der Kabel. Also habe ich mit der Flex die Öffnung auf 35cm x 12 cm vergrößert, wo dann auch alle Kabel rein passten und sogar noch etwas Platz war als Reserve. Wir haben dafür zu zweit einen ganzen Abend gebraucht.
Heute habe ich dann das erste Kabel auf einen Keystone Jack aufgelegt. Diese Alternative zu einem klassischen Patchpanel war mir bisher noch nicht bekannt, macht aber durchaus Sinn, denn da man jedes Kabel einzeln werkzeugfrei auf diese Plastikschiene aufsteckt, lässt sich bei einem Fehler später einfach das entsprechende Keystone Jack aus dem Patchblech herausclipsen, öffnen und neu auflegen ohne dass man das ganze Pathfeld demontieren muss. Wirklich praktisch. Das Erste Kabel ist fertig, fehlen also nur noch etwa 89 weitere. Danach müssen noch die Lautsprecherkabel auf Chinch Stecker gelötet werden - wir werden hiermit wohl noch ein paar Wochen beschäftigt sein, da wir das nur am Wochenende bzw. Morgens/Abends vor/nach der Arbeit erledigen können. Immerhin eilt es ja nicht, denn wie es aussieht, kommt unser Heizungsbauer doch nicht wie angekündigt nächsten Montag... Wir warten immernoch auf das geänderte Angebot wegen der neuen Heizung. Immerhin hat er mir zugesichert, dass er nächste Woche anfängt. Damit dürfte es so gut wie ausgeschlossen sein, dass wir dieses Jahr noch einziehen werden :/
Wir haben unser Stadthaus (Typ Stadtvilla) in Darmstadt gebaut. Mit diesem Bautagebuch wollen wir unsere Familien und Freunde über den aktuellen Stand auf der Baustelle informieren.
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Freitag, 28. September 2012
Unsere Fassade so gut wie fertig
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Dienstag, 25. September 2012
Pflanzen pflanzen
Der Strahler, der von der Helligkeit ungefähr einem 350-40 Watt Halogenstrahler entspricht, soll während unserer Abwesenheit (z.B. Urlaub) Einbrecher abhalten. Deshalb haben wir ihn auf der Wald-Seite montiert. Außerdem ist es eine gute Terrassen-Beleuchtung.
Am Wochenende haben wir auch ein paar Haselnuss-Sträucher bei meinen Eltern ausgegraben, 300km transportiert und dann bei uns wieder eingepflanzt. Während der Fahrt haben sie leider etwas gelitten und die Blätter wurden welk - aber alles halb so schlimm, denn Haselnuss wächst wie unkraut.
Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich ein paar andere Sträucher: Heidelbeere, rote Stachelbeere, gelbe Stachelbeere, Johannisbeere, usw. in der Baumschule besorgt und ebenfalls eingepflanzt. Da ich keine Lust hatte, das Standrohr umständlich an den Hydranten anzuschließen, haben wir das Zisternenwasser benutzt. Dort war schon eine Pumpe mit Schlauch drin, sodass wir sie nur and en Strom anschließen brauchten und schon plätscherte das Wasser aus dem Schlauch.
Später soll im Keller ein Hauswasserwerk installiert werden, was das Wasser aus der Zisterne in einen Druckbehälter pumpt, um von dort aus die Außenwasserhähne die noch an die Hauswand kommen, zu speisen.
Anschließend haben wir das Ganze noch fachgerecht mit rot-weißem Flatterband abgesperrt, damit die Handwerker nicht auf die Idee kommen, ihr Material dort zu lagern.
In Sachen Heizung gibt es was Neues. Da wir ja keine getrennten Systeme für Lüftung und Heizung wegen des Platzproblems haben können, fiel unsere Wahl zunächst auf die Stiebel Eltron LWZ, doch die hat nur eine Leistung von 6kw. Unsere Heizlast nach Berücksichtigung der Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage beträgt aber 6,9kw. Das würde zwar gehen, da die Luft-Wasser Wärmepumpen einen Heizstab haben, der die angesaugte Luft notfalls aufwärmt, doch wenn dieser Heizstab zu häufig zum Einsatz kommt, hat man eine teure Stromheizung und das erhöht die Betriebskosten erheblich.
Also habe ich mich auf die Suche begeben und fand einen Hersteller, der ein ähnliches System anbietet aber leistungsstärkere Wärmepumpen einbaut. Also soll es eine Alpha Innotec KHZ LW 80 werden. Die Zu- und Abluftschächte sind allerdings 65x65cm, weshalb wir wohl das Kellerfenster im Hauswirschaftsraum wieder ausbauen lassen werden, um dort den Zuluftkanal anzuschließen. An der anderen Wand benötigen wir dann nur noch eine Öffnung für die Abluft. Aber erstmal warten wir auf ein Angebot - das kann mitunter schon mal ein paar Wochen dauern, wie die Erfahrung zeigt. Wenn man sich auf die Aussagen unseres Bauleiters verlassen kann, dann startet die Firma Thieltges Haustechnik entweder diesen Donnerstag oder nächsten Montag - ich bin mal gespannt...
Freitag, 14. September 2012
WDVS Tipps, Sockelabdichtung, Fassade fast fertig
Und nun ein paar WDVS Tipps:
WDV Systeme müssen geschliffen werden, alles andere ist grober Pfusch. Beim kleben des Styropors sollte man darauf achten, dass das Wulst-Punkt-Verfahren angewendet wird. Dies wird auch von den Herstellern Sakret, Caparol, Brillux usw. empfohlen. Hier mal ein Beispielbild.
Man sollte sich vorher erkundigen, was die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers des WDV Systems sagen. Diese Informationen bekommt man von der jeweiligen Herstellerwebsite. Wichtig ist auch, dass die Dämmplatten, die um die Fenster herum angeordnet sind, "ausgeklinkt" werden. Einfach gesagt darf in den 4 Fensterecken keine Platten- Fuge beginnen. Dies sind die Problemzonen eines WDVS. Hier muss außerdem eine Diagonalarmierung ausgeführt werden. In jeder Ecke muss sich ein diagonal angebrachter Streifen Gewebe befinden, da diese Stellen sonst reißen können.
Aber auch in der Fläche eines WDV Systems sollte man aufpassen, dass dort das Überbindemaß eingehalten wird. Platten dürfen (wie beim Mauerwerk auch) nicht direkt übereinander gestellt werden. Hierdurch würden Kreuzfugen entstehen (sehen aus wie ein +, also 4 Plattenecken, die genau zusammen stoßen). Beim Überbindemaß gibt es eine Faustregel die besagt: 40% der Platten-/ Steinhöhe müssen die Platten/Steine versetzt stehen.
Sehr gern werden auch die Ritze zwischen den Platten, die zwangsläufig immer (!) entstehen, mit Bauschaum verschlossen. Gerne auch als "Isolierschaum" bezeichnet. Unser Handwerker sagte, der Schaum dämme besser als das Styropor - was ein Unsinn. Deshalb sollte man darauf achten, dass Ritzen/Spalte über 5mm mit Dämmmaterial verschlossen werden!. Alles darunter kann auch ausgeschäumt werden - dies hat für die Dämmwirkung praktisch keine Auswirkungen. Wichtig ist dabei, dass diese <5mm breiten Spalte auch tatsächlich verschlossen werden mit Schaum, denn sonst kann im Winter dort Kondensat ausfallen und sich dann auf dem Putz abzeichnen. Dann sieht man die Plattenumrisse - was sehr unschön ist.
Man sollte auch prüfen, ob die gesamte Breite der Dämmung mit Dämmmaterial verschlossen wurde. Bei uns war es nämlich so, dass an manchen Stellen nur die obersten 3cm gestopft wurden. Dahinter war alles hohl. Das kann man durch drücken oder rauspopeln selbst rausfinden und dann nachbessern lassen. Auch sollte man die Flucht des Hauses während der Anbringung des WDVS mehrmals bei jedem Arbeitsgang checken. Manchmal kann es passieren, dass der Maurer nicht ganz ordentlich gearbeitet hat und deshalb die Maler Probleme haben, die sehr geraden Platten an die Wand zu bringen. Viele Sachen können durch schleifen und Armierungsmörtel noch ausgeglichen werden. Beim Ausbessern mit Armierungsmörtel sollte aber eine Gewebelage zusätzlich noch oberflächlich eingearbeitet werden.
Es gibt 6 Arbeitsgänge:
1. Ankleben des Dämmmaterials (zB Styropor oder Ähnlich)
2. Schleifen
3. Setzen der Apu-Leisten und Eckschienen, Abkleben der Dachschalung
4. Armierungsmörtel auftragen und Gewebelage vollflächig (aber an der Oberfläche) einarbeiten
5. Putz auftragen
6. Putz streichen
Die Sache mit dem Sockelputz/ Sockelabdichtung:
Besonders wichtig ist der Sockelputz, denn dieser muss unbedingt nach DIN 18195 abgedichtet werden, da er Oberflächen- und Spritzwasser ausgesetzt ist. Unter dem WDVS sollte ein 30cm Beriech der Wand an die Kellerabdichtung angeschlossen werden. Hier empfiehlt sich je nach Einsatzgebiet KMB (Kunststoffmodifizierte Dickbeschichtung). Diese bildet die Abdichtung hinter dem WDVS. Aber auch der Putz muss vor Feuchtigkeit geschützt werden! Hier wird oft von den Baufirmen gespart. Unser Bauleiter schlug vor, einfach den Oberputz bis zur Erde zu führen und dann die durchlöcherte Deltabahn (eigentlich nur ein Verfüllschutz für die Keller-Dämmung) davor zu klatschen, was er öfter so praktiziert, allerdings schadensträchtig ist. Oberflächenwasser läuft hinter die Noppenbahn und saugt sich im Putz nach oben. Im Winter bei Minusgraden wird der Putz dann von der Fassade gesprengt. In diesem empfindlichen Bereich sollte man daher aufpassen und auf die Vorschriften der Putz- Hersteller/ WDVS Hersteller schauen. Diese Richtlinien sind im Wesentlichen immer ähnlich. Diese sagen, dass der Übergang von Putz zu Perimeterdämmung mit Dichtschlämme behandelt werden muss. Anschließend sollte vor die Schicht aus Dichtschlämme zB eine Deltabahn (Noppenbahn) gelegt werden, um die Dichtschlämme vor Spitzen Steinen, usw. zu schützen. Als Sockelputz sollte man einen speziell dafür zugelassenen Putz verwenden. Z.B. Buntsteinputz bietet sich an. Diesesn gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farbzusammensetzungen. Der Sockel sollte 30cm über dem geplanten Geländeverlauf liegen und sollte den Geländeverlauf 1:1 "mitnehmen".
| Oben Scheibenputz, unten Buntsteinputz |
Der Stand bei uns: 3 Fassaden (Ost, West, Süd) feritg mit Oberputz (Scheibenputz mit 3mm Körnung) aufgetragen. Am Montag/Dienstag wird dann mit Caparol AmphiSilan weiß gestrichen. Im Moment ist die Fasade noch Alt-Weiß, nach dem streichen wird sie dann ihre endgültige Farbe (richtiges weiß) erhalten.
| WDVS geschliffen |
| WDVS armiert |
| Scheibenputz 3mm Körnung weiß aufgetragen. Wird aber nochmal überstrichen, dann wirds weißer. |
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